Hans Rochelt

Foto: Hans Wetzelsdorfer

Wir leben,
o Göttin,
zwischen Denkmälern,
die uns an Taten erinnern
und unsere Trauer.

Die Gegenwart des Schmerzes,
den wir empfanden,
als der Abschied
unwiderruflich wurde.

Im Augenblick, Adonis,
als ich dich sterben sah,
im Blick,
als Furcht sich wandelte
in Gewißheit.

Hyazinth,
unheilbar verletzter Knabe,
auch du
sollst stets bei mir sein,
im Sinn
wie im Munde verbleiben.
Dich soll tönen
mein Lied.

 

aus: „Metamorphosen"

Zum/r Autor/in

Textprobe

Geb. 1936 in Linz, Studium der Psychologie, Germanistik und Philosophie an der Universität Wien, als Musikkritiker Mitarbeiter mehrerer in- und ausländischer Zeitungen und Zeitschriften; war Kulturredakteur und Regisseur beim ORF, 1974 - 1995 im Landesstudio Burgenland; hat lange in St.Margarethen gewohnt, lebt nun wieder in Linz.

Theaterstücke (u.a. „Wunder Theater Welt oder Ist der Mensch ein wunderliches Geschöpf"); Bücher u.a.: „Die Billigung des Unaussprechlichen", Wien 1977; „Buchstabenstechen", Stücke, Wien 1989.

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