Frieda Hirsch

Foto: Hans Wetzelsdorfer

Ich habe euch wieder Schrecken eingejagt
mit meiner Furchtlosigkeit.
Neugierig seht ihr mir nach,
wenn ich feldeinwärts schreite.
Verzeiht mir die Kargheit und nehmt meine wortlose Liebe.

Der Gott der Weite hat mich entblößt und aufgeteilt.
Was mir verblieb, ist die Fröhlichkeit im Ganzen.

Gattendorf, II

Augustsonne und Stoppelwind
brennt und weht mir
in das total ausgelieferte,
vom Suchen zerfurchte Gesicht
der immerwährenden Hoffnung.

 

aus: "Abendfeld", Gedichte, Eisenstadt 1990

Zum/r Autor/in

Textprobe

Geb. 1938 in Gattendorf; von klein an große Liebe zu Natur und Heimat. Sie schreibt seit ihrem zehnten Lebensjahr Gedichte; lebt in Wien und Nickelsdorf.

Erste Veröffentlichungen in der "Pannonia", der Zeitung "Die Furche" und in der Kulturzeitung der Eisenbahnen; erster Gedichtband „Felder", 1983; "Abendfeld", Gedichte, Eisenstadt 1990; "Anna. Eine Erzählung", Eisenstadt 1995.

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