Literaturzeitschriften im Gespräch

mit Mitgliedern der Redaktionen von DUM– Wolfgang Kühn, Markus Köhle, Martin Heidl und process*in magazine – Armela Madreiter und Raoul Eisele. Anmeldung erforderlich

Es lesen Cornelia Hülmbauer, Helene Proißl, Barbara Eichinger und Daniel Stögerer.

19:00 Uhr

Literaturhaus Mattersburg

Literaturzeitschriften sind im Literaturbetrieb wichtige Orte für lebendige Textproduktion, Diskussion und Veröffentlichungen abseits von Verlagen und Buchmarkt. Daher möchten wir an einem Abend im Literaturhaus zwei unterschiedliche Magazine mit Burgenlandbezug vorstellen.

DUM - Das Ultimative Magazin feiert seine 100. Ausgabe - das nehmen wir zum Anlass um uns vom knapp 30-jährigen Bestehen erzählen zu lassen, von der Entstehungsgeschichte, über deren Rückschläge, hinzu den besonderen Momenten. Dem gegenüber steht das jüngst gegegründete Literaturmagazin process*in, dessen Fokus der Entstehungsprozess von Literatur ist, zeigt die Arbeit der Autor*innen hinter ihren Bildschirmen/Notizbüchern/Schreibmaschinen, die Schwierigkeiten eines solchen Prozesses und die Wichtigkeit Geschriebenem neuen Platz zu geben.

DUM – DAS ULTIMATIVE MAGAZIN

Die kleinen Literaturzeitschriften sind so etwas wie die winzigen Nebenflüsse des großen Stroms der Literatur, die diesen aber eigentlich am Leben erhalten.

Dieser Satz, frei nach William Carlos Williams, 1863-1963, ist für die Literaturzeitschrift DUM – Das Ultimative Magazin wie auf den Leib geschrieben.

Die 1992 im niederösterreichischen Langenlois gegründete Literaturzeitschrift, die in den neunundzwanzig Jahren ihre Bestehens 116 Ausgaben (100 seit der Vereinsgründung 1996, 16 davon im „Untergrund“) publiziert hat, hat sich seit Anbeginn als Sprachrohr der noch nicht etablierten Literatur verstanden. Talente zu entdecken und zu fördern, das ist die oberste Maxime von DUM, sei es durch Abdruck in der Zeitschrift, sei es durch Lesung bei der jeweiligen Präsentation. Für viele in DUM veröffentlichte Autorinnen und Autoren (Ende 2021 waren es insgesamt knapp 1.000 Autorinnen und Autoren) war der Abdruck in DUM die erste Publikation, der erste Weg an die Öffentlichkeit.

Das Team hinter DUM: Wolfgang Kühn, Markus Köhle, Martin Heidl, Anna-Lena Obermoser

PROCESS*IN  MAGAZINE

Das process*in magazine ist ein literarisches Unterfangen, welches sich mit der Sichtbarmachung des Schreibprozesses und der Arbeit der Autor*innen auseinandersetzt. Es geht um alles Unfertige, um die Wirkkraft jener Momente vor dem vorläufig gestalteten Text und die Abbildung einer sich einstellenden Zufriedenheit bei den schreibenden Künstler*innen.

Im Magazin dreht sich daher alles um das Ungesehene – die vielen Versionen eines heranwachsenden Textes – und den Moment des Loslassenkönnens (habent sua fata libelli – auch Bücher haben ihre Schicksale – die dann beginnen, wenn sie in die Welt gelangen). Doch das Literarische Schreiben beinhaltet so viel mehr als nur einen „fertigen“ Text. Das Ziel von process*in ist es, diesen blinden Fleck, die Text-Rhizome, zu lüften und eine Mehrsprachigkeit in der Tiefenstruktur zu kreieren, die dem Text weitere Facetten erschafft.

Das Redaktionsteam setzt sich aus vier Personen zusammen: Armela Madreiter (Salzburg), Sarina Tharayil (Basel), Simoné Goldschmidt-Lechner (Hamburg), Raoul Eisele (Wien) und Martin Johannsen (Hamburg).

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