Das Paradies meines Nachbarn

Lesung und Gespräch im Haus der Begegnung, Eisenstadt. Anmeldung erforderlich.

19:00 Uhr

Ali Najjar stammt aus Teheran und glaubt, seine Vergangenheit weit hinter sich gelassen zu haben.  Als Jugendlicher kam er nach Deutschland. Allein. Er hat als Kindersoldat das Grauen des Iran-Irak-Kriegs erlebt, doch er konnte flüchten. Er wird Produktdesigner und klettert die Karriereleiter hoch. Seine Haltung »Ich war an der Front, ich kenne keine Angst« hilft ihm dabei. Dann erreicht ihn eine SMS. Ein unbekannter Freund seiner verstorbenen Mutter aus Teheran bittet ihn um ein Treffen am Persischen Golf. Ali Najjar veranlasst seinen Mitarbeiter Sina, er ist in einer beruflichen Sinn- und privaten Ehekrise, ihn zu begleiten und sogar seine Rolle zu übernehmen. Aus gutem Grund hat Ali Najjar Angst vor dieser Begegnung. Alles, worauf sein Leben aufgebaut war und was ihm Halt gegeben hat, gerät ins Wanken.

In ihrem zweiten Roman beleuchtet Nava Ebrahimi komplexe Fragen nach Zugehörigkeit und Fremdheit, nach Verantwortung und Schuld.
Das Leben und was es aus einem macht, sollte aus vielen Perspektiven betrachtet werden, insbesondere wenn Krieg, Angst und Flucht unmittelbarer Teil der eigenen Erfahrungen sind.

Über Nava Ebrahimi

Nava Ebrahimi, 1978 in Teheran geboren, erhielt 2021 den Ingeborg-Bachmann-Preis. Für ihren ersten Roman »Sechzehn Wörter« wurde sie bereits mit dem Österreichischen Buchpreis, Kategorie Debüt, sowie dem Morgenstern-Preis ausgezeichnet. Nava Ebrahimi studierte Journalismus und Volkswirtschaftslehre in Köln und arbeitete als Redakteurin bei der Financial Times Deutschland sowie der Kölner Stadtrevue. Sie war Finalistin des Open Mike und Teilnehmerin an der Bayerischen Akademie des Schreibens. Nava Ebrahimi lebt mit ihrer Familie in Graz.

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