Literaturhaus im Wohnzimmer 2021-3:Begegnungen mit Autor*innen online

Gespräch mit Katharina Köller, Anmeldung erforderlich

Ein Roman voller magischer Fabelwesen, menschlicher Untiefen, gesellschaftlicher und ökologischer Abgründe.

18.00 Uhr

Katharina Köller erschafft in ihrem Debütroman "Was ich im Wasser sah" eine magisch-realistische Inselwelt. Ihre Figuren sind geheimnisvolle Fabelwesen. Da ist einmal Klarissa, die einen tätowierten Oktopus auf ihrer flachen Brust trägt, der sie vor zudringlichen Blicken schützen soll.  Zugleich ist er ein Zeichen ihres Triumphs, Klarissa will sich nichts mehr wegnehmen lassen. Es ist Jahre her, dass sie die Insel verlassen hat. Nun kehrt sie zurück – zurück zur »Schwankenden Weltkugel«, dem Gasthaus auf der Klippe, zurück zu ihrem Vater, dem wortkargen Fischer, zu ihrem gutherzigen Bruder Bill und ihrer Schwester Irina. Irina kam an dem Tag zu der Familie, als Klarissa fast im Meer ertrank. Niemand weiß, woher sie kam. Klarissas Heimat hat sich verändert: Fischerboote und Fischmarkt liegen brach, hoch in der Luft rotieren gläserne Windräder, und am Boden tummeln sich zeckenartige, metallene Gebilde, deren Funktion strengster Geheimhaltung unterliegt. Die Inselbewohner werden vom Großkonzern STARFISH, der über die Insel herrscht und als Vorreiter grüner Energie gilt, aus ihren Wohnungen verdrängt. Der Pachtvertrag der »Schwankenden Weltkugel« wurde aufgekündigt und die Schwester verändert sich auf rätselhafte Weise. Das Leben scheint Klarissa erneut bestehlen zu wollen.

Am 10.2. wird es ein virtuelles Literatur-Treffen mit Katharina Köller geben. Interessierte können auf Zoom direkt mit der Autorin zum Beispiel über ihr Buch oder über das Schreiben sprechen.  Das Gespräch wird von den Mitarbeiterinnen des Literaturhauses organisiert und moderiert. Die Teilnehmer*innen des Zoom-Treffens können ungefähr eine Stunde lang Fragen an die Autorin richten. Die Anmeldung zur Teilnahme an dem Gespräch erfolgt per mail. Den Link zur Teilnahme erhalten sie nach Anmeldung unter:

Katharina Köller

wurde in Eisenstadt geboren. Sie studierte Philosophie und Schauspiel in Wien und arbeitet seit 2011 als Autorin und als Theatermacherin. 2016 gab sie ihr Debüt als Regisseurin und war u. a. Artist in Residence in Portugal und Litauen. Ihre Theatertexte wurden mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem DramatikerInnen-Stipendium des BMUKK. "Was ich im Wasser sah" ist ihr erster Roman, erschienen im Herbst 2020, Frankfurter Verlagsanstalt

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