Neue Bücher von Dine Petrik, Michaela Frühstück und Siegmund KleinlMichaela FrühstückDine PetrikSiegmund Kleinl

Neu im Land

Aktuelle Literatur aus dem Burgenland mit Michaela Frühstück, Dine Petrik und Siegmund Kleinl

Di 03.12.2019 19.00 Uhr

Literaturhaus Mattersburg

Kürzlich legten die burgenländischen AutorInnen Michaela Frühstück, Dine Petrik und Siegmund Kleinl einen neuen Roman und Gedichtbände vor. Im Literaturhaus geben sie Einblick in ihre aktuellen Bücher und stellen sich der Diskussion mit dem Publikum. Ihre Neuerscheinungen beziehen sich unter anderem auf das Lebensgefühl in unserer Region, auf brisante aktuelle gesellschaftliche Fragen oder auf klassische Themen der Poesie.

Michaela Frühstück „ Misses Karlovits überfährt den Po“

Die Laienschauspielgruppe Mjenovo, erfolgreich mit ihren sommerlichen „Don Camillo und Peppone“-Festspielen, reist an den Originalschauplatz der Geschichten des von Giovannino Guareschi erdachten Duos in das italienische Dorf Brescello. Für Missis Karlovits, die Kostümbildnerin der Truppe, ist es mehr als eine Reise in den Süden. Sie hofft am Ufer des Flusses Po eine lebenslange Sehnsucht zu stillen. Und während sich zuhause ein Kriminalfall um einen schon 1905 auf die Erde gefallenen Meteoriten entspinnt, machen die Urlauber in Brescello auch abenteuerliche Entdeckungen. In Michaela Frühstücks literarischer Welt verbindet sich feiner Humor mit einer berührenden Poesie der Nebensächlichkeiten.

Michaela Frühstück

1971 in Deutschkreutz geboren, lebt im Burgenland, wie die meisten Figuren ihrer tragikomischen Geschichten. Sie studierte Spanisch und Medienfächer in Graz und publizierte in dieser Zeit erste Erzählungen und ein Hörspiel. Mehrere längere Studienaufenthalte führten sie nach Spanien. Seit 1997 arbeitet die Autorin und Kulturjournalistin als Redakteurin im ORF Landesstudio Burgenland. 2012 verbrachte sie einen Stipendienaufenthalt im Künstleratelier Paliano, und im selben Jahr erschien ihr Romandebut" Teta Jelka überfährt ein HuhnHend"l in der edition lex liszt12.

Dine Petrik „Traktate des Windes“

„Etwas von der angestrebten Leichtigkeit des Seins ist in den „Traktaten des Windes“ aufgehoben. Der Wind, der bald als zügellos zudringlicher Zephir angesprochen wird, bald als verdrossener Aeolus, erweist sich als kongenialer Schirmherr der Poesie, beweglich, flüchtig und spielerisch, elementar und machtvoll: „nimm mich als leeres blatt für / deine überschießenden traktate“, fordert das Ich in „SAVANNE“. Wer seine Verse als „Traktate des Windes“ deklariert, der bekennt sich zur Vorläufigkeit aller Erkenntnisse, zu einer Kunst, die niemandem Vorschriften macht …“

(Auszug aus Daniela Strigls Nachwort)

„Der Band „Traktate des Windes“ zeigt die Wiener Autorin Dine Petrik nun als Lyrikerin, die viele Tonlagen, Stimmungen und auch Zwischentöne beherrscht. … Auf schmalem Raum finden Zartes, Elegisches und Hartes Platz.“

Sebastian Fasthuber, im Falter 28/19 vom 12. Juli 2019, S. 27

Dine Petrik

Geboren 1942 im Burgenland, herangewachsen in Wien, lebt auch in Wien. Bürolehrgang, verschiedene Brotberufe, Weiterbildungskurse. Die Wiener Kunstschule, Akademie der bildenden Künste, in Abendlehrgängen. Schreibt und publiziert seit 1990. Literarisches Debüt mit dem Gedichtband „Sonaten für Wasser und Wind“. Sechs Lyrikbände, gekennzeichnet von sprachlich-bildnerischer Kraft. Zwölf Bücher, u.a. auch Reisebücher. Erzählung und Biografie über Hertha Kräftner im Otto Müller Verlag und in der Edition Art Science. Essays und Feuilletons in verschiedenen Tageszeitungen und Anthologien. Trägerin mehrerer Preise und Stipendien.

Siegmund Kleinl „PropheZeit dem Wort im Wort“

Der literarische Hintergrund für die 275 Gedichte der drei Teile dieses Buches, die zwischen 2003 und 2018 entstanden, sind die Texte der 20 biblischen Schriftpropheten. Sie haben als Warnsinnige in beeindruckenden Bildern gewarnt vor den Folgen von politischen, gesellschaftlichen und sozialen Fehlentwicklungen ihrer Zeit wie Egomanie, Machtmissbrauch, Korruption, Lüge, Betrug, Gewalt, Unterdrückung, Ausbeutung, Ausgrenzung und grenzenloser Gier.

Siegmund Kleinl

Wurde 1956 in Schützen am Gebirge geboren. Er studierte Germanistik und Theologie in Wien und war als Professor am Gymnasium Wolfgarten und an der Pädagogischen Akademie in Eisenstadt sowie als Lektor und Autor der „edition NN oslip" tätig. Er ist Literat und Essayist und schreibt Prosa, Lyrik und Dramen.
Veröffentlichungen: Skripturen des Unbequemen. Der Künstler Wolfgang Horwath, Essay-Erzählung (edition lex liszt 12, 2006), Entscheidungsspiel. Ein Fußballdrama (edition lex liszt 12, 2008), Haydns Sprache & Haydns Erscheinung, Erzählung & Schauspiel (edition lex liszt 12, 2009), Liszts Hände. Ein symphonisches Drama (edition lex liszt 12, 2011), Schuljahre. Eine Entschuldichtung (edition marlit, 2012), Der Ring des Ringens. Eine Wagner-Trilogie (2013). Seit 1997 publiziert er auch druckgraphische Arbeiten. Zu seinen Auszeichnungen zählen der 1. Preis des Lyrik-Wettbewerbs der BEWAG (2000), der Theodor Kery - Preis für Literatur und Publizistik (2003) sowie der Landespreis des Burgenlandes für Literatur (2008).

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