Latifa Nabizada

„Greif nach den Sternen, Schwester!“

mit Latifa Nabizada

Pilotin, Autorin, Asylwerberin

Di 21.05.2019 19.00 Uhr

Literaturhaus Mattersburg

Leben in Afghanistan

Latifa Nabizada, 1970 in Kabul geboren, schloss als eine der ersten Frauen Afghanistans gemeinsam mit ihrer Schwester die Ausbildung zur Hubschrauberpilotin ab. Sie war im Rahmen zahlreicher Einsätze tätig, unter anderem für viele Hilfsmissionen im Bürgerkrieg gegen die Taliban. Latifa Nabizada flüchtete schließlich während der Talibanherrschaft nach Pakistan, kehrte jedoch nach einem Jahr in ihre Heimat zurück. Nach der Heirat und der Geburt ihrer Tochter war sie für die internationale Schutztruppe ISAF im Einsatz und arbeitete, immer wieder bedroht von den Taliban, als Leiterin der Abteilung "Human Rights and Gender Politics" für das afghanische Verteidigungsministerium. Mit dieser Tätigkeit hat sie versucht, sich für die Frauen ihres Landes einzusetzen und sie über ihre Rechte aufzuklären. Latifa Nabizada schrieb ihre Erfahrungen in einem Buch nieder und machte sich mit ihrem Engagement viele Feinde. Sie entschließt sich, Afghanistan zu verlassen.

Schreiben und Flucht

Im Dezember 2015 kam Latifa Nabizada gemeinsam mit ihrer Tochter als Stipendiatin des Projekts "Writers in Exile – Wien als Zufluchtsstadt" nach Österreich, um ihr Leben und ihre Arbeit in einem sicheren Rahmen fortsetzen zu können. Dieses Projekt ist im Literaturhaus Wien angesiedelt. Im Juli 2017 erhielten Latifa Nabizada und ihre Tochter Asyl in Österreich. Ihre Erfahrungen zeichnete sie in dem Buch "Greif nach den Sternen, Schwester!" Mein Kampf gegen die Taliban auf. Das Buch erschien 2014 in deutscher Übersetzung.

Die Lesung findet im Rahmen des vom Literaturhaus Mattersburg initiierten Projektes "Plattform für interkulturelle Begegnungen" statt. In der Umgebung von Mattersburg warten seit mittlerweile vielen Jahren Flüchtlinge auch aus Afghanistan auf einen Asylbescheid.

Die Autorin wird bei dieser Veranstaltung von Nadja Grössing, Mitarbeiterin des Literaturhauses Wien und der Übersetzerin Caroline Niknafs begleitet.

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