Portrait

mit Jürgen Bauer in der Buchhandlung Nentwich in Eisenstadt, Anmeldung erforderlich

Erzählen wir letztendlich doch immer nur von uns selbst, wenn wir von anderen erzählen?

19.00 Uhr

Ein großer Unbekannter steht im Mittelpunkt von Jürgen Bauers neuem Roman. Drei Menschen erzählen Georgs Biografie, drei Stimmen geben ein ganzes Leben wieder, doch wie viel kann man von einem anderen Menschen eigentlich wirklich wissen und welche Aspekte bleiben dem Blick von außen verborgen?

Seine Mutter Mariedl erinnert sich an die Geburt ihres Sohnes in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs, an das Aufwachsen auf einem ärmlichen Bauernhof und an einen Jungen, der so gar nicht in die harte Umgebung passen wollte. Sein Geliebter Gabriel erinnert sich an einen Mann, der ihn im turbulenten Wien der siebziger Jahre von der Straße auflas, an erbitterte Auseinandersetzungen zwischen politischen Kämpfen und einem Rückzug ins Private. Seine Ehefrau Sara schließlich, eine gescheiterte Opernsängerin, erinnert sich an einen Mann, den sie nach ihren Vorstellungen formen und dessen Karriere sie gestalten konnte, bis Georg eines Tages selbst aktiv wurde.

Doch wer ist dieser Georg wirklich? Können eine Mutter, ein Liebhaber und eine Ehefrau das Portrait eines Menschen schaffen, oder erzählen wir letztendlich doch immer nur von uns selbst, wenn wir von anderen erzählen?

Jürgen Bauer

Wurde 1981 geboren, stammt aus Stotzing und lebt in Wien.

Im Jahr 2013 erschien sein Debütroman Das Fenster zur Welt im Septime Verlag, 2015  sein zweiter Roman, Was wir fürchten (Septime Verlag). Für die Anthologie übergrenzen, die ebenfalls 2015 veröffentlicht wurde, hat er die Kurzgeschichte Wien- Sopron verfasst.

Seine journalistischen Arbeiten zu Theater, Tanz und Oper erscheinen regelmäßig in internationalen Zeitungen und Zeitschriften wie Falter, gift, malmoe oder nachtkritik.de.

Im Rahmen des Studiums der Theater-, Film- und Medienwissenschaft in Wien, Amsterdam und Utrecht spezialisierte er sich außerdem auf Jüdisches Theater und veröffentlichte hierzu zahlreiche Artikel und Buchbeiträge. 2008 erschien sein Buch No Escape. Aspekte des Jüdischen im Theater von Barrie Kosky in der Edition Steinbauer.

Jürgen Bauer erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, 2014 unter anderem ein Aufenthaltsstipendium des  Literarischen Colloquiums Berlin. 2017 wurde er zum "Festival Neue Literatur"  in New York sowie zum Festival „Zeitgeist“ in Washington, D.C. eingeladen.

Die Lesung ist eine Kooperation von Literaturhaus Mattersburg und  Buchhandlung Nentwich in Eisenstadt.

Anmeldung erforderlich unter:
office@literaturhausmattersburg.at

Die Veranstaltung wird im Rahmen der geltenden Covid-Vorgaben durchgeführt.

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