Die Vorlesestunde ist abgesagt

Der Termin wird nach Möglichkeit zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Wir danken für Ihr Verständnis.

16.30 - 17.30 Uhr

Literaturhaus Mattersburg

Der alte, der junge und der kleine Stanislaus unternehmen in den Stanisläuse Bilderbüchern von Vera Ferra-Mikura und Romulus Candea (Illustrationen) viele skurrile, absurde,
fantastische und dennoch nicht realitätsferne Abenteuer. So fahren sie zum Beispiel mit ihrem Papierschiffchen bis zu einem großen Strom, auf dem Dampfer und Frachtschiffe schwimmen. Am Ende erreichen sie ein friedliches Städtchen und fischen dort ein Kätzchen aus dem Wasser, das keine Mäuse frisst. Zufrieden kehren die drei mit ihrer Katze wieder nach Hause zurück. Oder die drei Veronikas, die Gefährtinnen der drei Stanisläuse bekommen ein seltsames Päckchen in das Stanisläuse-Haus geschickt. Während bei den drei Veronikas seltsame Dinge rund um das Päckchen geschehen, erleben auch die drei Stanisläuse auf ihrem Weg nach „Irgendwo“ allerhand Abenteuerliches. Drei fliegende Sonnenschirme sind dabei noch das Harmloseste …

Die Welt der drei Stanisläuse

Die Stanislaus-Welt wird von der dreifachen Wiederholung bestimmt: Von den Protagonisten und ihren weiblichen Familienmitgliedern (die alle drei Veronika heißen), über so gut wie alle Nebenfiguren (drei Maler, drei Mäusediebe, drei Bären) bis zu den Handlungen („Der alte Stanislaus strich die Gartentür grün. Der junge Stanislaus strich den Briefkasten rot. Der kleine Stanislaus strich den Schemel blau.“)

Weiters ist die Welt der Stanisläuse eine Ermunterung an die Kleinen, zu träumen und die Gedanken fliegen zu lassen. Wenn sich der kleine Stanislaus etwas ausdenkt, sehen das Vater und Großvater sofort auch, indem sie der Fantasie der anderen folgen, träumen sie sich gemeinsam weg.

Vera Ferra-Mikura

wurde 1923 in Wien geboren, sie arbeitete in der Vogelhandlung ihrer Eltern, dann als Laufmädchen in einem Wiener Warenhaus und während des Krieges als Stenotypistin in einem Architekturbüro. Nach dem Krieg war sie als Redaktionssekretärin und Lektorin in einem Verlag tätig. 1948 heiratete sie den Staatsoperntänzer Ludwig Mikura, mit dem sie zwei Kinder hatte. Ab 1948 arbeitete sie als Hausfrau und Schriftstellerin. Vera Ferra-Mikura starb am 9.3.1997 in Wien. Ihre Kinderbücher zeichnen sich vor allem durch den „magischen Realismus“ aus: Bewusst, aber sparsam dosiert, bringt Vera Ferra-Mikura Sozialkritik vor, während sie gleichzeitig auf die private Sphäre kleiner LeserInnen eingeht und ihnen die Augen öffnet für das, was sie umgibt.

"Kinder mögen Geschichten, die gut ausgehen. Zwischendurch darf durchaus etwas traurig oder bedrohlich sein. Doch die Lösung des Problems, Trost und Hoffnung sollen alles ins Gleichgewicht bringen. Ein unklarer oder negativer Schluss hinterlässt Mutlosigkeit. Nicht einmal der erwachsene Mensch, der stärker ist als das Kind, kommt ohne Illusionen aus."
Vera Ferra-Mikura

Romulus Candea

wurde 1922 in Rumänien geboren. Er absolvierte ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Bis in die siebziger Jahre war er in Wien als Maler, Karikaturist und Kinderbuchillustrator tätig. Er illustrierte u.a. die in der Zwischenzeit zu Klassikern gewordenen „Stanisläuse“ von Vera Ferra-Mikura. Romulus Candea erhielt den Österreichischen Staatspreis für Buchillustration. 2015 starb er in Ahrensburg.

Nach der Lesung machen die Kinder eine kleine Bastelei, die als Souvenir mit nach Hause genommen werden kann.

Anmeldung erforderlich unter:
office@literaturhausmattersburg.at

oder 0699 / 119 70 667

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