Iris Wolff

So tun, als ob es regnet

mit Iris Wolff

Was Generationen verbindet

Do 18.01.2018 19.00 Uhr

Literaturhaus Mattersburg

Der Erste Weltkrieg bringt einen österreichischen Soldaten in ein Karpatendorf. Eine junge Frau besucht nachts die „Geheime Gesellschaft der Schlaflosen“. Ein Motorradfahrer ist überzeugt, dass er sterben und die Mondlandung der Amerikaner versäumen wird. Eine Frau beobachtet die Ausfahrt eines Fischerbootes, das nie mehr zurückkehren wird. – Über vier Generationen des 20. Jahrhunderts und vier Ländergrenzen hinweg erzählt Iris Wolff davon, wie historische Ereignisse die Lebenswege von Einzelnen prägen. Zwischen Freiheit und Anpassung, Zufall und freiem Willen erfahren ihre Protagonisten: Es gibt Dinge, die zu uns gehören, ohne dass wir wüssten, woher sie kommen. Und es gibt Entscheidungen, die etwas bedeuten, Wege, die unumkehrbar sind, auch wenn wir nie wissen werden, was von einem Leben und den Generationen vor ihm bleiben wird.

"Die meisterhafte Stilistin Iris Wolff setzt kein Wort zu viel, verknüpft ihr dichtes Gespinst von Familienepisoden mit zart hingetupften Leitmotiven, zeichnet mühelos luftige Naturbilder und findet für alles Schreckliche wie für alles Schöne des Lebens unverbrauchte Bilder, die in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur kaum ein Pendant haben." (Rainer Moritz, Die Presse)

Iris Wolff

Geboren 1977 in Hermannstadt/Siebenbürgen. Studium der Germanistik, Religionswissenschaft und Grafik & Malerei in Marburg an der Lahn.

Langjährige Mitarbeiterin des Deutschen Literaturarchivs Marbach, 2013 Stipendiatin der Kunststiftung Baden-Württemberg. Neben dem Schreiben ist sie am Kulturamt der Stadt Freiburg im Breisgau tätig. Ihr erster Roman Halber Stein erhielt den Ernst-Habermann-Preis 2014.

Im Otto Müller Verlag erschienen: Halber Stein(2012), Leuchtende Schatten (2015), So tun, als ob es regnet (2017)