Paul BlahaWilhelm Meissel

Schriftbilder und Erinnern

Mit Texten von Paul Blaha und Wilhelm Meissel. Es lesen Maria Urban und Brigitte Meissel.

Do 28.04.2016 19.00 Uhr

Literaturhaus Mattersburg

An dem Abend stehen Leben und Werk von Paul Blaha und Wilhelm Meissel im Mittelpunkt. Maria Urban und Brigitte Meissel lesen Texte der Autoren.

 

Paul Blaha

wurde 1925 in Maribor, Slowenien, geboren, er starb 2002 in Sigleß, Burgenland. Von 1979 bis 1987 war er Direktor am Wiener Volkstheater. Vorher arbeitete er als Theaterkritiker für den späteren Express und Die Furche. Beim Kurier, für den er ab 1961 tätig war, wurde er später Leiter des Ressorts Kultur. Er veröffentlichte unter anderem die Romane: Schöne freie Welt, Langen Müller, München/Wien 1991, Die Hinterbliebenen, Haymon, Innsbruck 1994, Recherche, Haymon, Innsbruck 1996, (mit Adolf Frohner) Das Eingemachte. Novelle, Edition Splitter, Wien 1996
Paul Blaha war der Begründer des Künstlerforums Plattform Kultur im Jahre 1998. Er war mit der Schauspielerin Maria Urban verheiratet und lebte seit den 1960er-Jahren in Sigleß Hammerwerk.

Maria Urban ist zurzeit in einer Inszenierung im Theater an der Josefstadt und in verschiedenen Fernsehproduktionen zu sehen. Sie ist eine bekannte österreichische Schauspielerin.

 

Wilhelm Meissel

wurde 1922 in Wien geboren, absolvierte zunächst eine Schriftsetzerlehre, um später als Schriftsteller, Journalist, Verlagslektor und Bibliothekar bei den Städtischen Büchereien Wien zu arbeiten. Mit dem 1966 gegründeten "Belvedere-Verlag"war er auch als Verleger tätig. Sein Oeuvre besteht aus Prosa und Lyrik, mehreren Hörspielen und Übersetzungen, vor allem aber aus Kinder- und Jugendliteratur, die thematisch häufig vom Außenseitertum der Protagonisten sowie dem Überbrücken kultureller und sprachlicher Gegensätze handelt. Mit seinem 1966 erschienen Buch "Der Waggon auf Gleis 7" erlangte er viel Aufmerksamkeit, es gilt als "erster literarischer Kriminalroman für Jugendliche in Österreich". Der 1976 erschienene psychologische Jugendroman "Besondere Kennzeichen: keine" wurde in mehrere Sprachen, darunter auch in das Chinesische übersetzt und thematisiert den politischen Terrorismus der 1970er Jahre. Die Liebe und das Engagement von Wilhelm Meissel für den afrikanischen Kontinent schlugen sich nicht nur in der Gründung einer Schule in Kenia, sondern auch in mehreren Jugendbüchern nieder, darunter die Schilderung der Abenteuerreisen Henry Morton Stanleys unter dem Titel "Der große Kiongozi" (1962). Wilhelm Meissel starb 2012 in Wien.

Brigitte Meissel teilte mit ihrem Mann das Engagement für Afrika und die Liebe zu den Büchern und zum Schreiben. Sie war Bibliothekarin und Kinder- und Jugendbuchautorin.