Grimmige Geschichten

16.00 Uhr Märchen der Gebrüder Grimm für Kinder mit Birgit Lehner, 19.00 Uhr "Grimmige Geschichten" mit Birgit Lehner und Ina Theißen, Fotoarbeiten von Lisa Schwarz

200 Jahre Grimms Märchen

Do 13.09.2012

Literaturhaus Mattersburg

200 Jahre Grimms Märchen

Anlässlich dieses Jubiläums stehen im Literaturhaus Mattersburg gleich zwei Veranstaltungen am selben Tag ganz im Zeichen der berühmten Geschichten. Ab 16 Uhr erzählt die Geschichtenerzählerin Birgit Lehner Grimm-Märchen für Kinder. Birgit Lehner erweckt beim Erzählen mit ihrer Stimme, ihren Händen und ihrem Gesichtsausdruck die Märchenfiguren so richtig zum Leben.

Ab 19 Uhr gibt es "Grimmige Geschichten" für Erwachsene, erzählt von Birgit Lehner und Ina Theißen. Eine Fotoausstellung der jungen Künstlerin Lisa Schwarz im Lesesaal des Literaturhauses widmet sich demselben Thema.

Die Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm

Die Kunst, Menschen in Form von Geschichten zu unterhalten und emotionale Erfahrungen aber auch Hintergründe und Abgründe der kulturellen Identität von Gemeinschaften auf anschauliche Art und Weise mitzuteilen, das alles findet sich in der Tradition des Märchenerzählens. 1812 erschienen die Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm in erster Auflage, sechsundachtzig Märchen, darunter auch Klassiker wie Froschkönig, Rotkäppchen, Dornröschen und Schneewittchen. Viele der gesammelten Märchen stammen von professionellen MärchenerzählerInnen und Sammlern aus Deutschland, Frankreich und Italien, von den Grimms hinsichtlich der regionalen Gegebenheiten vereinheitlicht, verändert und bekömmlich gemacht. An die Zeitstimmung der Romantik angepasst wurden sie sozusagen als Erziehungshilfe als „Kinder- und Hausmärchen" herausgebracht.

Märchen für Erwachsene

Anlässlich des Jubiläums von "Grimms Märchen" haben die beiden Märchenerzählerinnen Birgit Lehner und Ina Theißen die schaurigen und tatsächlich grimmigen Seiten aus der berühmten Märchensammlung aufgegriffen und präsentieren ein Programm, in dem sie den blutroten Faden der Geschichten zu einem schillernden Gehirn-Gespinst aus abgründigen Alpträumen und aberwitzigen Ammenmärchen verspinnen.

Entrücken und brechen

Die junge burgenländische Fotografin Lisa Schwarz zeigt Arbeiten, in denen das Thema Selbstdarstellung mit märchenhaften ästhetischen Inszenierungen gekoppelt wird. Ihre Motive setzt sie in spezifische Beziehungen und Zusammenhänge, die vom Betrachter zu einer Geschichte verwoben werden können. Gleichzeitig aber entrücken die erzählenden Elemente und Formeln das Motiv auch wieder.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Burgenland.