Warum wurden die Stanislaws erschossen?

Martin Pollack

Reportagen über die "große Geschichte".

Fr 21.11.2008 10 Uhr

Literaturhaus Mattersburg

Martin Pollack liest in Mattersburg aus seinem heuer erschienenen Reportagen-Band "Warum wurden die Stanislaws erschossen?"und redet mit Schülern der Handelsakademie Mattersburg über seine Texte und Recherchereisen. Martin Pollacks Themen sind die geschichtlichen Veränderungen in Europa, die Wende im Osten, aber auch detailreiche Beschreibungen von Schauplätzen und Menschen, sowie deren unbewusste Konstrunktion von Erinnerung zu subjektiven Wahrnehmungen und existentiellen Überlebensstrategien. Der ehemalige "Spiegel" Reporter veröffentlichte in seinem aktuellen  Buch eine Sammlung von Reportagen von 1983 bis heute, die er in verschiedenen namhaften deutschsprachigen Zeitschriften veröffentlichte, wie  im "TransAtlantik", im "Kursbuch" oder in der Zeitschrift "Literatur und Kritik".

Martin Pollack

1944 in Bad Hall in Oberösterreich geboren. Journalist, Autor, Übersetzer. 1987 begann Pollack als Redakteur für das deutsche Nachrichtenmagazin Der Spiegel zu arbeiten, unter anderem als Korrespondent in Wien und Warschau. Gleichzeitig publizierte er Essays und Übersetzungen polnischer Texte. Seit 1998 ist er als freier Autor und Übersetzer tätig. Pollacks Bücher haben einen dokumentarischen Anspruch, dessen Zielsetzung es ist, Geschehnisse exakt zu dokumentieren, ohne dabei dem Leser persönliche Ansichten aufzuerlegen. Seine Bücher dokumentieren zumeist Ereignisse in der näheren Vergangenheit, die in Vergessenheit geraten sind. Zur Zeit lebt er in Wien und in Bocksdorf im Südburgenland.

Veröffentlichungen:

  • Warum wurden die Stanislaws erschossen? Reportagen, 2008, Zsolnay
  • Sarmatische Landschaften - Nachrichten aus Litauen, Belarus, der Ukraine, Polen und Deutschland, als Hrsg., 2005, S. Fischer Verlag
  • Von Minsk nach Manhattan - polnische Reportagen, als Hrsg., 2006, Zsolnay Verlag; 
  • Der Tote im Bunker - Bericht über meinen Vater, 2004, Zsolnay Verlag;
  • Das reiche Land der armen Leute. Literarische Wanderungen durch Galizien, als Hrsg. mit Kark Markus Gauß, 1992, Verlag Jugend und Volk, neue Auflage 2007, Wieser Verlag
  • Anklage Vatermord - der Fall Philipp Halsmann, 2002, Zsolnay Verlag;
  • Des Lebens Lauf. Jüdische Familienbilder aus Zwischeneuropa, 1987, Brandstätter 
  • Nach Galizien - von Chassiden, Huzulen, Polen u. Ruthenern. Eine imaginäre Reise durch die verschwundene Welt Ostgaliziens u.d. Bukowina, 1984, Brandstätter

Auszeichnungen:

  • Diplom d. Außenministers d. Rep. Polen für hervorragende Verdienste um die Förderung Polens in der Welt, 2000
  • Kavalierskreuz des Verdienstordens d. Republik Polen, 2003
  • Österreichischer Staatspreis für literarische Überstzung, 2003
  • Buch.Preis der Oberösterreichischen Arbeiterkammer und des Brucknerhauses Linz, 2005
  • Toblacher Prosapreis, 2006
  • Preis zur Förderung der österreichisch-polnischen Beziehungen, 2006
  • Karl-Dedecius-Preis der Robert Bosch Stiftung f. polnische und deutsche Übersetzer, 2007
  • Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln, 2007
  • Mitteleuropäischer Literaturpreis Angelus der Stadt Wroclaw/Breslau, 2007